Theater Hameln |
Theater Hameln

Die Geschichte des Hamelner Theaters

1950

Der "Monopolsaal" (heute das - mittlerweile geschlossene - Kino in der Deisterstraße/ Ecke Lohstraße), bisher für Theatervorstellung genutzt, wird verpachtet und zum Kino umgebaut. Es fehlt in Hameln ein ausreichend großer, verdunkelbarer Theatersaal mit geeigneter Atmosphäre.

1951

April: U.a. durch Steuernachzahlungen ergibt sich ein derart günstiger Finanzspielraum im städtischen Haushalt, dass die Stimmen nach dem Neubau eines Kulturhauses für die Stadt lauter werden.
- Mitglieder von Kultur- und Bauausschuss besuchen in verschiedenen deutschen Orten Theatergebäude, um sich über eine geeignete Variante schlüssig zu werden.
- Im Sommer findet eine öffentliche Diskussion darüber statt, ob Hameln wirklich einen Theaterneubau braucht. Insbesondere die Flüchtlingsverbände fordern eine Behebung der schlechten Wohnsituation (zu diesem Zeitpunkt machen die Vertriebenen ca. zwei Fünftel der Hamelner Bevölkerung aus).
- Die erste Abstimmung im Rat Ende August über die Errichtung einer Festhalle ist mit einer Stimme Enthaltung einstimmig.
- In der öffentlichen Ratssitzung vom 2.10. fällt um 22.45 Uhr die endgültige Entscheidung für den Theaterneubau.
- 03.11.: Der erste Spatenstich erfolgt, das Bauunternehmen H. u. W. Müller, Hameln, beginnt mit den Ausschachtungen. In 14 Monaten wird die Weserbergland-Festhalle errichtet; Gesamtkosten des Bauprojekts 2 Mio. DM, Architekt: Werner Wünschmann.

1952

Im Februar wird öffentlich diskutiert, welchen Namen der Neubau tragen soll, verschiedene Bürger melden sich mit eigenen Vorschlägen zu Wort; z.B."Ringhalle" oder "Hunold-Halle".
- 15.05.: Franz-Georg Klingbeil tritt sein Amt als Geschäftsführer an.
- Im Juni beschließt der Rat den Namen "Weserbergland-Festhalle".
- 25.08.: In einer Baracke startet um 11 Uhr der Verkauf der Abonnements, bereits morgens um 9 Uhr warten über 100 Personen. Ca. 600 Eintragungen gibt es am 1.Tag. Weder das Theaterprogramm noch der Eröffnungstermin der Festhalle sind zu diesem Zeitpunkt bekannt.
- 10.09.: Die Dewezet vermeldet bereits fast 3000 Abonnenten und 1500 Mitglieder der Volksbühne.

1953
02. Januar, 11.00 Uhr: Festliche Einweihung der Weserbergland-Festhalle, u.a. mit einer Ansprache von Heinz Hilpert. Abends 19.00 Uhr: Festaufführung der "Zauberflöte",am 04.01.eröffnet Beethovens 9.Sinfonie das Konzertprogramm. Am 06.Januar 1953: Erste ordentliche Abonnementsvorstellung.

1954
Sommerpause: Einbau eines fahrbaren Orchestergrabens im Großen Haus, Umbau des Podiums im Kleinen Haus, da es mit den Bühnengegebenheiten Probleme gab; am 21.10. Einweihung der neuen Studio-Bühne.

1955
28.und 29.08.: Überschwemmung der Kellerräume durch Kanal-Abwässer bis zu 60 cm hoch. Da im Keller sämtliche Maschinenanlagen, Motoren und vor allem die elektrischen Hauptkabel und die Verteileranlage untergebracht sind, können nur ein Damm aus Sandsäcken sowie der Einsatz der Mitarbeiter bis zum Äußersten das Schlimmste verhindern.
- Neben der Festhalle entsteht der Neubau des Beamtenheimstättenwerks/ BHW, einige Jahre später noch um Hamelns erstes Hochhaus erweitert (seit 1970/ 71 Rathaus).

1957
Das Kunstkreis-Gebäude gegenüber der Festhalle wird eröffnet.1958Hans Herzberg entwirft das einprägsame Zeichen der Weserbergland-Festhalle.

1959
Die Amtszeit des Geschäftsführers der Weserbergland-Festhalle, Franz-Georg Klingbeil, endet am 31.3., Günther Hoinka übernimmt die Leitung der Weserbergland-Festhalle. Zu diesem Zeitpunkt sind 3496 Stadtabonnenten und 2588 Abonnenten aus dem Umland gemeldet, dazu 850 Mitglieder des Schülerrings, 806 der Jugend- und 1437 der Erwachsenenvolksbühne.Günther Hoinka
Günther Hoinka

1961
In den Wintermonaten häufen sich Beschwerden über den schlammigen Platz vor der Festhalle und das "Kulturhaus im Dreck". Eine bessere Parkplatz- und Fußwegsituation wird gefordert.
- September: Umgestaltung und Befestigung des Parkplatzes zwischen dem Gebäude der Festhalle und dem Kastanienwall gelegen. Er bietet Platz für 14 Autobusse und 93 Personenwagen. Fertigstellung Anfang November.

1962
- Der Bürgergarten wird anlässlich der Landesgartenschau eröffnet.
- Die Festhalle erhält einen neuen Außenanstrich, die neue Farbkonstellation ist nun anthrazit/ weiß. Architekt Wünschmann wird dabei beratend hinzugezogen. Außerdem wird das Dach ausgebessert und mit einer Korkschicht zur besseren Wärmeisolierung versehen. Der Saal wird ebenfalls gestrichen: hellgrün statt hellgrau.
- Am Ende des Jahres vermeldet das Theater (inklusive der Besucher der privaten Veranstaltungen und des Kleinen Hauses) 2 Mio. Besucher in 10 Jahren.

1964
- Januar: Das Ensemble von "Fast ein Poet"/ Eugene O ´Neill des Cuxhavener Schauspiels verunglückt bei Bückeburg mit dem Bus auf eisglatter Straße und landet im Straßengraben. Glücklicherweise wird niemand von den 12 Insassen verletzt. Privatfahrzeuge aus Hameln bringen die Schauspieler, ihre Requisiten und Kostüme ins Kleine Haus. Die Vorstellung beginnt eine halbe Stunde später. Es braucht einige Zeit, für die Rückfahrt einen Ersatzbus zu finden, aber wenigstens öffnet die bereits geschlossene Theatergaststätte und bewirtet nach der Vorstellung die hungrigen und müden Schauspieler. Das Ensemble tritt erst um 4 Uhr morgens mit dem aus Cuxhaven eingetroffenen Ersatzbus die Rückreise an und ist um 10 Uhr daheim - um dort am Abend wieder auf der Bühne zu stehen.
- Das BHW-Hochhaus (heute Rathaus) wird eingeweiht.

1967
Erste Berichte über einen geplanten Hotelneubau neben dem Theater.

1969
- 26.03.: Letzte Studiovorstellung im Kleinen Haus, danach wird umgebaut.
- Sommer: Die Festhalle erhält kristallene Wand- und Deckenleuchten statt der bisherigen Hängelampen und Wandarme; die Holzbrüstung am Orchestergraben wird erhöht, die Schaukästen werden mit gelbem Stoff verkleidet, das Rauchzimmer erhält einen neuen Anstrich, dazu eine Ausstattung mit neuen Stores und gelben Übergardinen.

1970
Mai: Die Vorstellung "Hoffmanns Erzählungen", ein Gastspiel des Landestheaters Detmold, beginnt eineinhalb Stunden später. Der Grund: Kammersänger Howard Vandenburg wird auf der Anreise bei Beckum in einen Verkehrsunfall verwickelt. Unverletzt kann er die Weiterreise in einem bereitgestellten Mietwagen später fortsetzen. Intendant Günther Hoinka wird gegen 19 Uhr informiert und kann daher das Publikum um 20 Uhr über den Vorfall unterrichten. Um 20.50 Uhr meldet die Polizei, dass Vandenburg die Autobahn bei Bad Eilsen verlassen habe. Der Sänger trifft gegen 21.25 Uhr in Hameln ein, wird sofort von Garderobe und Maske empfangen und steht 10 Minuten später auf der Bühne. Die Vorstellung endet um 0.20 Uhr.

1971
-17.01., 20 Uhr: Wiedereröffnung des umgebauten und "umgedrehten" Kleinen Hauses mit einem Gastspiel von Georg Kreisler. Umbaukosten 1,6 Mio. DM (600.000 DM mehr als kalkuliert, da während der Umbauarbeiten schwere Schäden in der Substanz des Baus entdeckt wurden). Der Saal fasst bei Theatervorstellungen jetzt 400 Zuschauer, bei Tagungen sogar bis zu 600 Gäste. Die Pläne wurden von Dipl. Ing. Hel Haparta erstellt, der auch für den Hotelneubau nebenan verantwortlich zeichnet.
- Die Presse meldet im Januar, dass seit der Eröffnung 1953 über 2200 Stücke in Hameln über die Bühne gingen
- Sommer: Erneuerung (und farbliche Anpassung an das neueröffnete Kleine Haus) des Foyers im Großen Haus. Wände und Säulen werden dunkelgrün gestrichen. An den Fenstern und Garderoben werden burgunderrote Gardinen angebracht.

1972
-farbliche Neugestaltung des Zuschauerraums mit tapezierten (Holzcharakter!) statt gestrichenen Wänden, die Deckenflächen werden neu gestrichen.
- Günther Hoinka wird von der Mitgliederversammlung des Landestheaters Detmold in den Beirat gewählt.

1973
- Sommer: Verlegung von Teppichboden in den Foyers und eines ockerfarbenen "textilhaltigen Fußbodenbelags" in den Bereichen Orchestersessel und Sperrsitz.

1974
Sommer: Neues Stellwerk für die Beleuchtung und Anschaffung von 12 neuen Scheinwerfern, neuer Teppich auch im Parkett und auf dem Rang; Renovierung der Kantine, Ausstattung mit - der heute noch vorhandenen - Vertäfelung.

1975
- Bau der Tiefgarage unter dem Rathausplatz, dadurch Abriss und Umgestaltung des "Blinddarms" des Seitenfoyers (heutige Theaterkasse).
- Geräuschisolierung und Verdunkelungsmöglichkeiten des Foyers (z.B. für Vorträge)
- Anschaffung eines neuen Hauptvorhangs (dunkelgrün statt bisher beige, Kosten: 7000 DM).

1978
-Festliche Feier zum 25jährigen Bestehen des Hauses. Festrede von Oberbürgermeister Walter-Dieter Kock. Es erklingt die Ouvertüre der "Zauberflöte", dann Beethovens 9. Sinfonie, die am 4. Januar 1953 als erstes Konzert erklungen war.
- Änderung und Erweiterung der Entwässerungsanlage.

1982
-Sommer: Renovierung im Hinterbühnenbereich, es werden nach fast 30 Jahren neue Fenster eingebaut; Erneuerung des Bühnenbodens und Beginn der Renovierung der Publikumstoiletten.
- Herbst: Ein Gutachten schlägt den Abriss des Kleinen Hauses, einen Neubau in veränderter Form sowie den Bau einer Großsporthalle für Hameln vor.

1983
-Zum ersten und einzigen Mal muss in Günther Hoinkas Amtszeit eine Vorstellung ausfallen. "Carmen" in einer Inszenierung des Landestheaters Detmold, geplant für den 03.02., kann nicht über die Bühne gehen, da die Busse wegen Glatteis´ in Bad Meinberg festsitzen. Die Vorstellung wird jedoch im April nachgeholt.
- Sommer: Nach 30 Jahren werden die Laufrollen der Züge auf der Bühne gegen leichter gängige und einfacher zu wartende Rollen ersetzt.

1984
- Die Festhallen-Leitung verfasst eine Schrift über die Erfordernisse und Wünsche einer Renovierung der Halle.

1986
- Die Stadt gibt ein Gutachten über eine mögliche Renovierung des Gebäudes in Auftrag.

1987
- April: Präsentation des Konzepts für den Bau eines modernen Tagungszentrums zwischen Hotel und Festhalle an der Stelle des Kleinen Hauses.
- Die Gutachter legen ihr Ergebnis bezüglich einer möglichen Renovierung ("große Lösung") der Festhalle vor, das jedoch zu kostspielig ist.

1988
- 14.12.: Der Rat fällt die Entscheidung, das Große Haus zu renovieren.

1989
- Gerhard Wiesner, vorher u.a. am Schauspielhaus Bochum, den Ruhrfestspielen Recklinghausen und dem Stadttheater Hildesheim beschäftigt, wird neuer Technischer Direktor.
- 27.04.: Die Stadt beauftragt die hannoversche Firma "All Plan" mit der Planung für die Modernisierung des Hauses.

1990
06.06.: Letzte Theatervorstellung vor dem Umbau des Großen Hauses ("Der Graf von Luxemburg"), am 08.06. findet noch der Festakt zur Verleihung des "Rattenfänger-Literaturpreises" an Rafik Schami statt, danach Beginn der Umbau-Arbeiten. Bis zu diesem Zeitpunkt ging in 38 Jahren im großen Haus 4751 Mal der Vorhang für ca. 3,3 Millionen Besucher auf.

1991
14.09.: Eröffnung der Weserbergland-Festhalle nach umfangreicher Renovierung. Kosten des Umbaus: 7,275 Mio. DM (davon jeweils 2,1 Mio. DM Landes- und Landkreiszuschüsse). Das Haus präsentiert sich innen in cremeweiß und indigo-("Aalto-") blau, die mittlere Besucher-Garderobe ist verschwunden und hat dem Regieraum Platz gemacht. Großer Saal: Wandvertäfelung aus Esche, Deckenvertäfelung, Hirnholzparkett für den Saalboden. Neue, bequemere Sessel, Reduzierung der Gesamtplatzzahl. Neues Belüftungssystem. Einrichtung eines Behinderten-WCs und von 4 Sonderplätzen für Rollstuhlfahrer im Saal. Drahtlose Übertragung für Hörbehinderte, neuer Hauptvorhang.

1992
- 19.06: Günther Hoinka verlässt nach 33 Jahren die Weserbergland-Festhalle, die letzte Vorstellung unter seiner Amtszeit ist "Kiss me, Kate" in einer Inszenierung des Landestheaters Detmold; seine offizielle Verabschiedung erfolgt am 20.08. Er stehe, so Hoinka, "bleich, aber gefasst" vor einem großen Schritt. Sein Nachfolger wird Rainer Steinkamp.
- Herbst: Die Weserbergland-Festhalle wird Mitglied der INTHEGA, der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen.


Rainer Steinkamp

1993
- Umbenennung der bisherigen "Weserbergland-Festhalle" in "Theater Hameln" - mit neuem Logo.
- Das Theater Hameln hat eine eigene Kinder- und Jugendtheatergruppe, von der damaligen Dramaturgin und Theaterpädagogin Annette Bruns ins Leben gerufen, die das theaterpädagogische Programm des Theaters aufbaut. Im März findet die 1.Werkstatt Kinder- und Jugendtheater statt. Kinder- und Jugendtheatergruppen aus Hameln und der Umgebung haben die Möglichkeit, im Theater Hameln zu spielen und die Arbeiten der anderen teilnehmenden Gruppen kennenzulernen.
- Erstmals erscheint das Jahresheft, aus dem das vollständige Programm der gesamten Spielzeit zu ersehen ist.
- Das TAB, Theater auf der Bühne, wird eröffnet.

1994
- Bernd Bruns, der 1.Vorsitzende der Volksbühne Hameln, gibt nach fast 74 Jahren ihre Auflösung bekannt.- 16.09.: Die Oper "Der Rattenfänger", Libretto Michael Ende, hat in einer Kooperation mit dem Stadttheater Hildesheim Premiere.

1996
- März: Gründung des Fördervereins "Freunde des Theaters Hameln e.V.", 1.Vorsitzender Michael Deppe.
- Die Theaterverwaltung zieht um in das Gebäude Sedanstraße 4.
- Herbst: Beim Landesbühnentreffen versammeln sich alle Landesbühnen Deutschlands und präsentieren im Rahmen des Theaterprogramms eigene Vorstellungen: 16 Aufführungen in 18 Tagen. Parallel dazu findet als Kooperation mit der Sumpfblume dort das Kindertheatertreffen der Landesbühnen statt.
- Ebenfalls im Herbst findet die große INTHEGA-Herbsttagung mit über 600 Teilnehmern im Hamelner Theater (und dem WBZ) statt.

1997
- Oktober: Rohrbruch im Theater am Wochenende; Tausende Liter Wasser werden freigesetzt, bevor das Unglück am Wochenanfang bemerkt wird. Der gesamte Unterbühnenbereich steht unter Wasser. Schaden: mehrere hunderttausend Mark - u.a. wird der Hauptvorhang stark beschädigt.

1998
- Juni: öffentliche Diskussionen um Sparmaßnahmen im kulturellen Bereich. Das Theater fürchtet u.a. die Reduzierung des Kinder- und Jugendtheater-Programms.
- Frau Elfriede Scherer geht als dienstälteste Mitarbeiterin nach 45 Jahren in den Ruhestand - sie war von Beginn an dabei!
- Dienstag, 22.09.: 1.Konzert des Staatsorchesters Braunschweig unter GMD Jonas Alber; Beginn der bis heute andauernden Kooperation.
- November: Siegfried Kirschner geht nach 39-jähriger Tätigkeit als Techniker am Theater Hameln in den Ruhestand.

1999
- In der Kantine wird getanzt! Das Tango-Café startet, ins Leben gerufen von Theaterdramaturgin Elke Scheler.
- 26.03.: Welturaufführung des Musicals "Der Rattenfänger von Hameln" von Wolfgang Heinzel (Musik) und Martin Trautwein (Libretto) nach Carl Zuckmayer (dessen Stück 1975 uraufgeführt wurde) in Koproduktion mit dem Landestheater Detmold. Regie: Ulf Reiher.
- Juni: Das Theater gibt für den Winter 2000 die Gründung eines eigenen, auf zwei Jahre konzeptionierten Kinder- und Jugendtheaters bekannt. Geplant sind pro Spielzeit 2 Kinderstücke, 2 Jugendstücke und 1 Weihnachtsmärchen, die Stücke sollen z.T. auch auf Tournee gehen können. Die Stadtwerke erklären sich bereit, den Backsteinbau neben dem Hallenbad Hafenstraße zur Verfügung zu stellen und umzubauen.
- Juli: Im Rahmen des "Hamelner Lockrufs" findet im Theater die Welturaufführung von "Der Rattenfänger von Hameln" als Klangmärchen für Kinder mit dem Ensemble Soundscape (James Reynolds und Michael Villmov) und dem Schauspieler Bruno Tendera als Erzähler statt.
- Im TAB beginnt mit der neuen Spielzeit die Reihe "Theater aktuell", von der damaligen Dramaturgin Elke Scheler ins Leben gerufen.

2000
- 01.02.: Gründung des "Jungen Theater Hameln", der eigenen Kinder- und Jugendtheatersparte des Hamelner Theaters. Leitung: Willi Schlüter. Das Projekt endet aus Kostengründen 2002.

2001
- 02.09.:Einweihung der Probebühne des Jungen Theaters in der Hafenstraße.
- Das "Theater-Café" eröffnet. Gisela Kienscherf vom Förderverein "Freunde des Theaters Hameln e.V." informiert von nun an regelmäßig über das Programm des Theaters.

2002
- Das Theater erhält ein eigenes "Theatermobil", einen durch zahlreiche Sponsoren finanzierten Transporter.
- Bernd Geßner wird 1.Vorsitzender des Fördervereins "Freunde des Theaters Hameln e.V."
- DEWEZET-Classics: Dank der Unterstützung des Verlagshauses C.W. Niemeyer kann die Konzertreihe der Hamelner Konzerte erhalten bleiben.

2003
- seit Beginn der Spielzeit 03/04 können Tickets auch direkt im Internet gekauft werden- Karla Langehein, Musikpädagogin und -kritikerin, startet mit der Matinee-Reihe der "Dewezet-Classics mit Karla", in der sie die Konzertreihe dieser Spielzeit vorstellt.
- Sommerpause: Erneuerung des Bühnenbodens- Im Sommer 2003: Verschiedene Feierlichkeiten anlässlich des 50. Geburtstages des Theater Hameln
- "Das Weserbergland spielt": Anlässlich des Jubiläumsjahres spielen im Spätsommer 14 nichtprofessionelle Theatergruppen aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont während eines 18-tägigen Festivals. Dank der großen Resonanz gibt es eine Fortsetzung in den beiden kommenden Spielzeiten.

2004
- Februar 2004: 100. Vorstellung von Dario Fos "Sex... Aber mit Vergnügen!" mit Traute Römisch - wie immer ausverkauft.
- Kooperation mit der Sumpfblume in den Bereichen Kinder- und Dinnertheater ("ThEATer")
- September: Herbsttagung der Landesgruppe Niedersachsen der INTHEGA in Hameln.
- Die Theatergruppen des "Jungen Theater Hameln" ziehen um in die neue Probebühne auf dem HefeHof-Gelände.

2008
- im August 2008 verlässt Theaterdirektor Rainer Steinkamp nach 17 Jahren das Hamelner Theater. Er übernimmt die Leitung des Wolfsburger Theaters. Seine Nachfolgerin wird mit Dorothee Starke erstmalig eine Frau in der Hamelner Theatergeschichte. Die Theaterwissenschaftlerin leitete zuvor das Theater im Fischereihafen in Bremerhaven.
Dorothee Starke

2009/2010
Das Programm des Theaters erfährt deutlich neue Akzente. Neue Bühnen bereichern den Spielplan, darunter auch verstärkt professionelle freie Theater. Die Abostrukturen werden aufgebrochen, verändert und durch themenbezogene Pakete ergänzt. Der befürchtete Rücklauf der Abonnenten bleibt aus.

2010
Ein Schwerpunkt von Theaterdirektorin Dorothee Starke ist der zeitgenössische Tanz. Erstmalig finden im April 2010 die 1. Hamelner Tanztheater Tage mit internationalen Ensembles statt. Für April 2011 sind die 2. Hamelner Tanztheatertage geplant.
Mit einer Spielplanrevue exklusiv für Abonnenten, geben Theaterdirektorin Dorothee Starke und Dramaturgin Katja Dittmann einen unterhaltsamen und anregenden Einblick in die Spielzeit 2010/2011. Alle anwesenden Künstler treten ohne Gage auf und tragen durch ihr Engagement zu einem großartigen Abend bei.

2012
Am 14.06.2012 findet die Premiere von "Gut gegen Nordwind" im Hamelner Theater statt. Inszeniert wurde der Bestseller von Daniel Glattauer von Theaterdirektorin Dorothee Starke. Nach vielen Jahren ist dies wieder einmal eine Eigenproduktion des Hamelner Theaters. Aufgrund des großen Erfolgs wurde das Stück in der Spielzeit 13/14 wiederaufgenommen.

2013
2013 feiert das Theater Hameln seinen 60. Geburtstag. Anlässlich des Jubiläums findet am 2. Januar 2013 im Theater ein Festakt statt, der mit den Grußworten der 1. Stadträtin Gaby Willamowius eröffnet wird. Das Landestheater Detmold, mit dem Hamelner Theater seit mehr als 150 Jahren verbunden, gibt mit Ausschnitten aus verschiedenen Opern dem Abend einen festlichen Rahmen. Moderiert wird das Programm von Theaterdirektorin Dorothee Starke, die einen überaus unterhaltsamen Überblick über 60 Jahre Theater bietet.
Das Jubiläumsjahr wird von der Dewezet mit unterschiedlichsten Berichten und Beiträgen rund um das Theater begleitet.
Anlässlich des Jubiläums inszeniert der Theatermacher und Autor Erpho Bell das Theaterstück "Was liegt hinter dem Berg". Das Ensemble besteht aus Hamelner Bürgern, die alle mindestens so alt wie das Theater sein mussten (60+). Aus Interviews mit Jugendlichen aus Hameln sowie Strafgefangenen der Jugendstrafanstalt Hameln und den Berichten der Mitwirkenden entsatnd eine Collage aus Rückblick und Vorschau über das ganz persönliche Leben in Hameln.

Auf der Frühjahrstagung der INTHEGA in Weiden wird Theaterdirektorin Dorothee Starke zur Vizepräsidentin des INTHEGA Vortsandes gewählt. Neuer Präsident ist Christian Kreppel, Direktor des Theaters in Schweinfurt.

Drei Jahre lang hat der Freundeskreis des Hamelner Theaters gemeinsam mit dem Theater für den neuen Flügel gesammelt. Im November 2013 konnte der neue Flügel der Firma Grotrian-Steinweg angeschafft werden. Am 15.12.2013 wurde das Instrument durch die Pianistin Magdalen Müllerperth mit einem beeindruckenden Konzert eingeweiht. Auf dem Programm standen Werke von Ludwig van Beethoven, Dmitri Schostakowitsch, Maurice Ravel, Frederic Chopin, Alban Berg, Felix Mendelssohn Bartholdy und Igor Strawinsky.

2014
Im August 2014 verlässt Dramaturgin Katja Dittmann nach 8 Jahren das Theater Hameln. Ihre Nachfolgerin wird Ilka Voß.

2016
Zum 1. Mai 2016 verlässt Theaterdirektorin Dorothee Starke nach 8 Jahren das Theater Hameln. Sie übernimmt die Leitung des Kulturamts der Stadt Bremerhaven und kehrt damit in die Stadt zurück, aus der sie 8 Jahre zuvor nach Hameln gekommen war.
Ihr Nachfolger wird Wolfgang Haendeler, zuletzt leitender Musikdramaturg am Landestheater in Linz (Österreich).

2017

Im Juni 2017 beginnt die letzte Phase der Brandschutz-Sanierung des Theaters, die bereits in den vorangegangenen Sommerpausen begonnen hatte. Aufgrund des Umfangs der Maßnahme muss das Haus von Juni bis einschließlich Dezember 2017 geschlossen bleiben. In dieser Zeit veranstaltet das Theater seine "Auswärtsspiele" und spielt "Theater für und in Hameln". Die Gastpiele finden an an verschiedenen - zum Teil sehr ungewöhnlichen - Spielorten statt und finden beim Publikum großen Anklang. Das Theater ist z. B. auf der Pluto zu Gast, dem Schiff der Marinekameradschaft, in der Krypta der Münsterkirche, der Sumpfblume, dem Lalu und in der Synagoge Hameln.

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