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Theater Hameln

2011

13 May

Neue Spielzeit

Das Leben in den zwei Parallelwelten hat ein Ende…fast jedenfalls.

Während die Spielzeit 2010/2011 noch in vollen Zügen läuft, haben wir nebenbei bereits die nächste Spielzeit 2011/2012 geplant und rund 150 Veranstaltungen in ein handliches A5 Spielzeitheft gebracht. Somit waren wir einerseits immer im Jetzt und Hier und den laufenden Vorstellungen, aber andererseits auch in naher und etwas fernerer Zukunft – nämlich in der kommenden Spielzeit 11/12. Also in der Tat zwei parallele Welten und ein Sprung zwischen den Zeiten. Das Spielzeitheft ist nun im Druck und erscheint Ende Mai.

Am 23. Mai 2011 findet unsere Spielplanrevue statt, zu der wir unsere Abonnenten eingeladen haben. Gemeinsam mit vielen Künstlern, Theaterleuten und Kollegen geben wir einen unterhaltsamen Ausblick auf die neue Spielzeit. Der Kartenvorverkauf für die Abonnenten beginnt am 24. Mai (wobei die ganz eifrigen auch schon am 23. Mai Nägel mit Köpfen machen können). Der freie Verkauf für alle Theaterbesucher beginnt am 1. Juli 2011. Ab diesem Termin können Karten für die gesamte Spielzeit gekauft werden. Es gibt natürlich wieder ein spannendes Programm, einen tollen Silvesterabend, die 3. Tanztheatertage, zwei neue Pakete und einfach ganz hervorragende Unterhaltung! Und das Theaterkarten ein tolles Geschenk sind, ist ja auch kein Geheimnis mehr! Ab dem 24. Mai kann man sich das Spielzeitheft übrigens auch von der Homepage downloaden.

Man kann sagen, langweilig wird es hier bei uns im Theater eigentlich nie! Und das ist auch gut so!

2011

02 May

Generationen Ping Pong

In der zweiten Oster-Ferienwochen haben sich 10 mutige Spieler zwischen 11 und 71 Jahren bei uns im Theater eingefunden, um sich auf ein interessantes Theater-Experiment einzulassen. 5 Spieler waren älter als 48 Jahre und 5 weitere Spieler waren unter 21 Jahren und wurden nun beim Workshop "Generationen Ping Pong" auf einander losgelassen. Was würde passieren? Was wissen die Generationen von einander? Würden sie sich verstehen?

Und wie sie sich verstanden! Bereits nach dem ersten Tag waren alle wie ein Ensemble, als würden sie sich bereits Jahre kennen und schon ewig zusammen spielen. Aber es waren nur 4 gemeinsame Tage, an deren Ende wir eine gemeinsame Aufführung geplant hatten. Wenig Zeit, aber die wurde intensiv genutzt.

Die Grundidee der Inszenierung war, dass die Spieler die Rollen tauschen, die Jungen die Alten spielen und umgekehrt. In Interviews sollten sie sich kennenlernen, interessante Geschichten in den Biografien aufspüren und dann eine Rolle daraus entwickeln. Und so saßen die 11jährige Annika und die 71jährige Erika zusammen in einem intensiven Gespräch und tauschten sich über ihr Leben aus (am Ende tauschten sie sogar ihre Telefonnummern!). Und wer gedacht hätte, die Jungen hätten nichts zu erzählen, der hätte Erika in der Rolle der Annika erleben sollen. Es wurden 10 Biografien gespielt, mal waren sie lustig, mal spannend oder sehr anrührend, so wenn die 21jährige Shari aus dem Iran von ihrem Gefängnisaufenthalt und der Flucht erzählte, oder die junggebliebende Irmela von ihrem Mann, der großen Liebe berichtete und wir erfuhren, dass er erst kürzlich verstarb.

Selten habe ich so intensive Proben erlebt wie hier. Und als ich auch noch von jedem ein Geheimnis erfahren wollte, kamen die erstaunlichsten Dinge ans Tageslicht. Natürlich verrate ich sie nicht weiter, dazu hätte man die Aufführung erleben müssen.

Und natürlich durften auch die Vorurteile nicht fehlen - können Ältere mit Technik umgehen? wie verhält es sich mit der Umgangssprache bei Jugendlichen? Und dann erfährt man, dass beide Generationen die Vorurteile annehmen und zum Teil sogar bestätigen. Es kann alles so erhellend und einfach sein, wenn man darüber spricht und zusammen spielt.

Und für mich hat es unendlich viel Spaß gemacht, als Mittler zwischen den Welten zu surfen, liege ich doch altersmäßig ziemlich in der Mitte. Lernen konnte ich von beiden Seiten.

Vielleicht entsteht ja irgendwann eine Theatergruppe "Jung+Alt", denn leider konnten nicht alle interessierte Menschen an diesem Workshop teilnehmen. Ich würde mich auf viele weitere spannende Episoden aus den Leben der Menschen freuen, die viel interessanter sein können als so mancher Theatertext. Theater ganz nah am Leben, wer wünscht sich das nicht!?

Mark Kewitsch (Theaterpädagoge)

2011

18 Apr

Zukunftstag im Theater

„An dem Tag haben wir was gelernt und es war besser als Schule am Donnerstag“- so das Fazit des Zukunfstages 2011 am Theater Hameln.

Am 14.04.2011 hatten Schülerinnen und Schüler die Chance einmal in Berufe und Organisationen zu schnuppern und sich somit einen  Überblick über die große, weite Arbeitswelt zu verschaffen. Auch wir, das Theater, luden herzlich dazu ein sich einmal bei uns umzuschauen. Recht schnell waren die zehn angebotenen Plätze dann auch durch neun Mädchen und einen Jungen belegt, wobei Nils sich unter den ganzen Mädchen tapfer geschlagen hat und seine Rolle als Hahn im Korb durchaus genoss. Pünktlich morgens um neun Uhr wurden die Schüler von mir im Theater begrüßt. Die Uhrzeit war wohl für einige noch recht früh, sodass es eine sehr ruhige Theaterführung gab. Auch beim anschließenden Quiz (schließlich wollte ich ja wissen, wie gut sie bei der Führung aufgepasst hatten) und dem folgenden Frühstück waren wohl alle noch recht verschlafen und schüchtern. Das sollte sich bald ändern!

Auf das Frühstück folgte der Gang auf die Bühne- und schwupps, da war sie dann auch vorbei die Schüchternheit. Nach ein paar Kennlernspielen und theaterpädagogischen Übungen, gingen wir zur Improvisation über. Man wollte gar nicht mehr aufhören sich auszuprobieren und auf der Bühne zu stehen. Der Spielverderber war in dem Fall ich- wir hatten noch viel vor.

Als nächstes stand Gruppenarbeit auf dem Plan. In Kleingruppen zog man ein Gefühl und hatte eine halbe Stunde Zeit Bilder zu schießen, die dieses widerspiegeln. Es sind tolle Bilder entstanden die man auf unserer Facebookseite (http://www.facebook.com/pages/Theater-Hameln/126401030743961 ) bewundern kann. So schnupperten die Teilnehmer ein bisschen in das Berufsfeld der Theaterpädagogik.

Doch dies sollte nicht das einzige Berufsfeld bleiben, was sie an diesem Tag kennen lernen sollten. Bei einem anschließenden Vortrag über die Berufe, die man am Theater haben kann ( angefangen vom Schauspieler, bis hin zu Direktoren, Dramaturgen und den vielen technischen Berufen ) lernten die Schüler die Vielfältigkeit eines Theaters kennen.

Sie versuchten sich am Schreiben von Pressetexten und schnupperte somit auch in den Bereich der „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ hinein.

Die Zeit verging wie im Flug und schon mussten wir uns wieder verabschieden. Jule Gisecke, die den Tag im Theater verbrachte hat zu dem Tag folgende Meinung: „Ich habe echt einen tollen Tag im Hamelner Theater gehabt. Den Girls Day werde ich nie vergessen, denn das war mein erster und auch mein bester. Ich fand den Tag einfach spitzenmäßig super.“

Und auch ich, die die Gruppe betreuen durfte, hatte sehr viel Spaß mit so einer tollen Gruppe den Tag verbringen zu dürfen und hoffe, dass er auch nächstes Jahr so ein Erfolg wird!

Jana Böttjer (FSJ Kultur)

Und wir Kollegen bedanken uns ganz herzlich bei Jana für die tollen Ideen, die Geduld und großartige Unterstützung!!! (ich werde ja beim Angucken der Fotos irgendwie das Gefühl nicht los, dass Jana (graue Jacke, weißes Kleid mit schwarzen Tupfen) den meisten Spaß hatte...)